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Rekordanstieg bei den Realsteuerhebesätzen

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Explodierende Hebesätze - DIHK meldet Rekordanstieg


Mit den Worten: "Von wegen keine Steuererhöhung" kommentierte Eric Schweitzer - Präsident des deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) - die Realsteuer-Hebesatzumfrage 2015 gegenüber der Presse.

Informationen, in welchem Umfang die aktuellen Steuererhöhungen Unternehmen und Grundstücksbesitzer belasten sowie die Konsequenzen im Standortvergleich, bietet Ihnen Winhard M. Uteschil, Ihr Steuerberater in Nürnberg.

Realsteuer-Hebesatzumfrage 2015 - ernüchternde Ergebnisse

Von der diesjährigen Realsteuer-Hebesatzumfrage erwarteten sich viele Unternehmer keine besonderen negativen Überraschungen. Basierend auf der propagierten schwarzen Null im Bundeshaushalt und dem politischen Versprechen "keine Steuererhöhung", rechneten nur die Wenigsten mit sprunghaft veränderten Hebesätzen der Gewerbe- und Grundsteuern. Umso explosiver wirkte die Pressemitteilung des DIHK vom 17.08.2015 auf fachkundige Leser. Die bundespolitische Leitlinie, keine zusätzlichen Belastungen für Unternehmen und Bürger durch erhöhte Steuern, verließen etwa 140 der 676 befragten deutschen Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern. - Einige davon sogar auf Anordnung ihrer Landesregierung. Dem Trend zur Steuererhöhung mit Blick auf die Sanierung der öffentlichen Kassen stemmten sich nur drei Gemeinden erfolgreich entgegen. Wilhelmshaven, Wernigerode und Sinsheim gelang es sogar, den Gewerbesteuer-Hebesatz im Vergleich zu 2014 senkten.

Steuererhöhungen zur Haushaltssanierung - zu Lasten der Unternehmen

Die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung), der die Zahlen im Einzelnen vorliegen, zitiert den DIHK-Präsidenten mit den Worten: "Viele Kommunen drehen zur Sanierung ihrer Haushalte erneut kräftig an der Steuerschraube - zu Lasten der Unternehmen." In jeder sechsten Gemeinde steigt der Gewerbesteuer-Hebesatz um mindestens 10 Punkte.
Bedauerlicher Spitzenreiter im Anstieg der Gewerbesteuern war in diesem Jahr Buchholz in der Nordheide. Der Hebesatz stieg um 75 Punkte auf 400 Prozent. Negativer Spitzenreiter in der Gesamtwertung der Gewerbesteuer sind Oberhausen, Marl und Hagen. An diesen Standorten kassieren die Kämmerer mehr als 500 Prozent. Im Vergleich dazu präsentieren sich die Großstädte Unterhaching, Monheim und Eschborn - mit weniger als 300 Prozent - als messbarer Standortvorteil.

Zukunftsprognose des DIHK-Präsidenten:

Im besonderen Fokus der Zukunftsprognose des DIHK-Präsidenten stehen die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie haben ihren Gemeinden vorgeschrieben, die Hebesätze zu erhöhen.
Mit Blick in die Zukunft warnt Schweitzer, eine Spirale von Steuererhöhungen würde so in Gang gesetzt.

Grundsteuer - "Gemeinden langen ordentlich zu"

Sprudelnde Steuerquellen, durch die aktuell gute konjunkturelle Lage und steigende Gewerbesteuern allein, decken noch nicht die Begehrlichkeiten der Haushaltssanierer. Darüber hinaus weisen die Zahlen auf eine signifikante Steigerung der Grundsteuer B hin. Die Steigerung fällt laut DIHK noch klarer aus, als bei den Gewerbesteuern. Spitzenreiter in den diesjährigen Steigerungsraten waren Overath und Siegburg in NRW. Positiv zu nennen sind nur zwei Kommunen. Unna und Sinsheim präsentierten sich standortfreundlich. Sie reduzierten als Einzige den Hebesatz auf die Grundsteuer B. Der langjährige negative Spitzenreiter beim Hebesatz für die Grundsteuer B, die Stadt Berlin mit 810 Prozent, wurde in diesem Jahr gleich von sechs Kommunen auf die Plätze verwiesen. Duisburg, Overath, Bonn, Datteln, Haltern am See und Selm zogen vorbei. Die Liste des Standortvorteils durch niedrige Grundsteuern B führt Ingelheim am Rhein mit 80 Prozent an. Durchschnittlich steigen die Hebesätze um 18 Punkte auf 527 Prozent. Angesichts dieser Steigerungsrate rückt die emotionale Ausdrucksweise von "kräftig zulangenden Gemeinden" in ein bürgernahes Licht. So ermahnte Schweitzer die Gemeinden zu einer angemessenen Steuerpolitik. Sie müssten darauf achten, dass ortsansässige Unternehmen ihre Steuerlast - im Vergleich zur kommunalen Leistung - noch als angemessen empfinden.

Selbstverständlich bewerten Unternehmen die bereitstehende örtliche Infrastruktur in Relation zu ihrer Steuerzahlung. Defizite in der kommunalen Leistungserbringung, trotz hoher Abgaben, hätten den Abzug der Unternehmen zur Folge. Mit Blick auf die Hebesätze öffnet sich die Schwere zwischen teuren und günstigen Wirtschaftsstandorten zunehmend. "Steigende Hebesätze seien kein taugliches Instrument der Haushaltssanierung", lautet Schweitzers Bilanz im Hinblick auf den innerdeutschen Standortwettbewerb.

Auswirkungen der Standortwahl - reale Zahlenbeispiele

Abstrakte Prozentpunkte sind wenig dazu geeignet, das Ausmaß auf die Rentabilität eines mittelständischen Unternehmens einprägsam zu erfassen. Ein anschauliches Beispiel, basierend auf den DIHK-Zahlen, bietet der Standortvergleich zwischen Duisburg und dem nahe gelegenen Monheim. Das Rechenbeispiel bezieht sich auf eine mittelständische Kapitalgesellschaft, die mit 200 Mitarbeitern einen Jahresgewinn von 2 Millionen Euro erwirtschaftet.

Am Standort Duisburg muss das Unternehmen 157.500 Euro mehr Gewerbesteuer zahlen, als am Standort Monheim. Basierend auf einem Einheitswert von 1,5 Millionen Euro verdient Duisburg über die Grundsteuer B noch zusätzliche 25.000 Euro. Unter dem Strich ergibt sich ein Standortvorteil für Monheim von 182.500 Euro pro Jahr.

Eine seriöse Berechnung für die Steuerlast am eigenen Standort, aussagefähige Zahlen zum individuellen Standortvergleich, erstellen wir gerne für Sie. Sprechen sie uns an!

Winhard M. Uteschil - die Steuerberatung Nürnberg


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